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Studien zu nichtkommerziellem Rundfunk in Österreich und Europa
26.10.2008

Die Regulierungsbehörde RTR präsentierte am 13. Oktober 2008 die ersten zwei Studien zum nichtkommerziellen Rundfunk in ihrer Schriftenreihe.

Die Publikation enthält zwei Studien:
"10 Jahre Freies Radio in Österreich: Offener Zugang, Meinungsvielfalt und soziale Kohäsion" von Mag. Judith Purkarthofer, Mag. Petra Pfisterer und Univ.-Doz. Mag. Dr. Brigitta Busch sowie
"Community Medien in Europa: Rechtliche und
wirtschaftliche Rahmenbedingungen des dritten Rundfunksektors in 5 Ländern" von Mag. Helmut Peissl und Mag. Otto Tremetzberger.

Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer des Fachbereichs Rundfunk in der RTR-GmbH, betonte in seinem Eingangsstatement den wesentlichen Beitrag der freien Radios zur Entmonopolisierung des Rundfunks und zur erheblich gestiegenen Meinungsvielfalt in Österreich. In der Frage der Finanzierung der kommerziellen wie auch nichtkommerziellen Rundfunkunternehmen sprach sich Grinschgl neuerdings für eine Content
bezogene Medienförderung aus, die aus den Rundfunkgebühren zu finanzieren ist. Weiters sieht Grinschgl in den besonderen Herausforderungen wie offener Zugang in der Sendungsgestaltung, in der Meinungsvielfalt und sozialen Kohäsion sowie auch in der vielsprachigen Gestaltung von Sendungen eine besondere Form des Radiomachens, die sich vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk und kommerziellen Rundfunk unterscheidet: "In diesem Sinne trete ich
persönlich auch dafür ein, dass Freie Radios die dritte Säule im Rundfunkbereich abgeben."

Die Studienautorinnen und -autoren sprechen im Rahmen ihrer Arbeiten unter anderem folgende Empfehlungen aus:
- Der Freie Rundfunk sollte gesetzlich als dritte Säule in der Medienlandschaft verankert werden.
- die Tätigkeiten Freier Radios sollten im Rahmen der Medienförderung abgegolten werden.
- Die Rundfunkdigitalisierung darf für Freie Radios nicht zum Nachteil werden.

Die RTR-Schriftenreihe "Nichtkommerzieller Rundfunk in Österreich und Europa" ist unter nebenstehendem Link abrufbar.

Eine Zusamenfassung auf Englisch der Studie "Community Medien in Europa: Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen des dritten Rundfunksektors in 5
Ländern" finden sie hier:

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